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Das Spannende an interkulturellen Beziehungen ist, dass sie nicht selten jenseits von Effizienz, bloßem Funktionieren und dem starren Einhalten von Regeln verlaufen. Sie betreffen menschliches Miteinander, bei dem es auf ein sorgfältiges Einarbeiten in interkulturelle Verstehensprozesse ankommt. Gerade deswegen sollte interkultureller Kompetenz in der gegenwärtigen Arbeitswelt genügend Raum und Eigenständigkeit gegeben werden.

Es ist eine Grundannahme der Araber, dass der Mensch nur etwas bewegen kann, wenn Gott es auch will. Deshalb… fragen Sie Khalil, ob er sich mit Ihnen am nächsten Tag zum Mittagessen verabreden möchte. Die Chancen sind gross, dass er mit einem «inschallah» antwortet. Das bedeutet «mit Gottes Willen» und ist ein Ausdruck von Demut. Allerdings vermeidet auch dieses «sogottwill» eine klare Stellungnahme. Wie die Japaner lassen also auch Araber Raum für Ambiguität. Den Europäern bleibt nur eins übrig: Ambiguitätstoleranz zu entwickeln.