ABSTRACT
Diese Studie fokussiert auf die Anwendung des Management by Objectives als universales Konzept für die Leistungsbeurteilungs- und Förderung von Mitarbeitenden in Unternehmen. Das Management by Objectives (MbO) wurde 1954 in einem Bestseller von Peter Drucker, „The Practice of Management“ erstmals unter dem Namen ‘Managements by Objectives and Self Control’ publiziert. Es ist seither eines der populärsten Führungsinstrumente und findet in der ganzen Welt Anwendung. Dabei wird auf die lokalen Kulturen kaum Rücksicht genommen. In dieser Studie wird die heutige Eignung des MbO als Konzept der 50er-Jahre hinterfragt, sowie seine universale Anwendung, d.h. als kulturunabhängiges Leadership- Instrument.
Die Analyse basiert auf einer ausführlichen Literatur-Recherche und fokussiert auf die An- wendung des MbO in fünf Ländern: China, Japan, Frankreich, Deutschland und die USA. Die Literatur-Recherche berücksichtigt ebenfalls die Ergebnisse von mit Fragebogen durch- geführten Umfragen über die Anwendung des Führungsinstruments in Deutschland und der Schweiz.
Die Studie stellt einerseits fest, dass, obwohl das MbO in zahlreichen Unternehmen und Ländern weiterhin angewendet wird, viele Grossfirmen modernere Konzepte anstreben. Mehrere haben bereits eigene Leistungsbeurteilungs- und Belohnungssysteme entwickelt. Dies wird mit dem Umstand begründet, dass das MbO zu aufwendig, zu wenig flexibel und mit dem Mitarbeiterprofil der Millennium-Generation kaum kompatibel ist. Andererseits kommt die Studie zum Schluss, dass Führungsinstrumente kulturabhängig angewendet werden sollten, um jeweils im Einklang mit dem lokalen Führungsstil sowie mit den Erwartungen der Mitarbeitenden zu sein.